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Warum wir biologischen Weinbau betreiben

Persönliche Motivation

Wir als Familie müssen uns schon lange mit Unverträglichkeiten und Allergien auseinander setzen. Das hat zunächst dazu geführt, dass unser Gemüsegarten immer größer geworden ist. Denn die Regel war einfach: Gemüse aus dem eigenen Anbau: Keine Probleme. Gekauftes Gemüse: unangenehme Folgen.

Aus diesem Grund haben wir uns vor 20 Jahren eine simple Frage gestellt: Wie kann es sein, dass wir in unserem eigenen Gemüsegarten penibel darauf achten, dass der Anbau „sauber“, also ohne irgendwelche Zusätze jedweder Art vonstatten geht, wir aber in unseren Weinbergen diese Linie nicht fahren. Diese Frage war (und ist!) für uns von großer Bedeutung, schließlich geht es hier um Authentizität und Glaubwürdigkeit, auch beim Blick in den Spiegel.

Was dann folgte war ein schneller Prozess. Aus dem weiteren Bekanntenkreis kennt unser Vater den einen oder anderen Ökopionier, die haben wir besucht und es stand relativ schnell fest: Es geht. Man kann Weinbau betreiben, ohne chemisch-synthetische Zusätze, ohne genveränderte Materialien und vor allem auch: ohne dass der Wein dadurch schlechter wird. Ganz im Gegenteil sogar.

 

Qualität

Egal um welche landwirtschaftlichen Erzeugnisse es geht, auch hier gibt es eine einfache Regel: Wesentlich für die Qualität ist, was auf dem Feld oder im Weinberg passiert. Wer kennt nicht den Unterschied von heimischen und gekauften Tomaten? Und wer würde behaupten, dass wenn man aus beiden Tomatensauce macht, man diesen Unterschied plötzlich nicht mehr schmecken würde? Etwas komplizierter, aber im Ansatz vergleichbar, ist das auch mit dem Weinbau (hier hat man allerdings in der Verarbeitung der Trauben und den Umgang im Keller noch mehr Steuerungsmöglichkeiten). Eines ist aber klar: Wenn die Trauben im Weinberg bereits richtig gut sind, dann muss im Keller nicht mehr viel gemacht werden.

 

Nachhaltigkeit

Wir spüren den Klimawandel bei uns sehr stark. Wenig Niederschläge, lange und heiße Sommer – bis zu einem gewissen Grad freut das die Reben, aber eben nur bis zu dem, an dem es kein verfügbares Wasser mehr gibt und sie sichtbar das Wachstum verlangsamen.

Ökologischer Weinbau bietet hier ein ganzheitliches Anbausystem an. Der schonende Umgang mit Wasser und Boden ist hier normal, schließlich verzichten wir auf Kunstdünger und setzen bei uns vor allem auf große Mengen Humus, die wir Jahr für Jahr in unsere Weinberge ausbringen. Naturfremde oder chemisch-synthetische Substanzen sind tabu, was ein klares Plus für unsere Böden und das Grundwasser darstellt. Unser Handeln ist dabei sehr nah an unseren Weinreben orientiert, denn für uns gilt: Prävention statt Pestizide. Natürlich haben wir auch mit Schädlingen zu kämpfen, aber wir tun dies, indem wir Nützlinge fördern, pflanzenstärkende Pflegepräparate einsetzen und solche Rebsorten pflanzen, die auf natürliche Art und Weise widerstandsfähig gegen Pilzerkrankungen sind.

Ein weiterer Schlüssel ist eine vorhandene Artenvielfalt im Weinberg, die wir aktiv fördern. Das sieht man daran, dass unsere Weinberge auf den ersten Blick wild aussehen, weil eben mehr zwischen den Rebzeilen steht als Rasen. Bewusst lassen wir blühende grüne und bunte Untersaaten zu, um so Lebensräume für Pflanzen- und Tierarten zu haben.

Die Folgen eines solchen Handelns hat unser Verband Bioland untersucht und kommt zu eindrucksvollen Ergebnissen: Auf biologisch bewirtschafteten Äckern und Weinbergen gibt es bis zu 40% mehr Regenwürmer (was klasse ist, denn die graben den Boden um und lockern ihn auf) und auf einem Quadratmeter Boden bei uns finden sich durchschnittlich 277 Blüten.

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